Markus Somm mit Robert Nef

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Robert Nef: «Sozialhilfe ist etwas Ambivalentes: Wenn man jemandem dauernd hilft, macht man ihn von sich abhängig»

Nie würde er den Sozialstaat an sich in Frage stellen, vielmehr geht es wie so oft um das Mass: Robert Nef ist einer der alten, führenden Köpfe des schweizerischen Liberalismus. Er predigt Eigenverantwortung, er wirbt für den kleinen, zurückhaltenden Staat, er glaubt an die Würde des freien Individuums. Jahrzehntelang hat er umsichtig und unermüdlich das Liberale Institut geleitet – ohne damit viel Geld verdient zu haben. Immer ging es ihm um die Sache, nie, oder vielleicht fast nie um sich selbst. In dem Sinne hat der St. Galler Jurist Eigenverantwortung vorbildlich vorgelebt.

Wie fällt seine Bilanz aus? Ist die Schweiz liberaler geworden, seit er jung war? Oder beobachten wir einen schleichenden intellektuellen Niedergang eines Landes, das so lange für so viele Liberale im Westen als eine uneinnehmbare Zitadelle gegolten hat? Nef wäre nicht Nef, bliebe er auch hier kein unerschütterlicher Optimist. Der das aber begründen kann.

Ein Gespräch über Engagement, Eigenverantwortung und das Elend der Berufspolitik.

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