Impfen ist nichts Schlechtes

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(Frankjordanblog)

Eine Replik auf den Artikel von Wolfgang Wodarg – von Robert Nef

Zwang zerstört Freiwilligkeit. Ich bin gegen Zwang, und auch gegen Impfzwang. Aber warum nicht zu möglichst viel Bereitschaft zum freiwilligen Impfen im Sinne eines kombinierten Selbst- und Fremdschutzes ermuntern?

Hat nicht das Schüren der Impfangst auch etwas Sektiererisches? Ich finde die Entdeckung des Impfens als einer willentlich herbeigeführten Immunisierung gegen Krankheitserreger eine der segensreichsten Entdeckungen der Medizingeschichte. «Immun-Werden» gegen Angriffe auf ein Gesamtsystem ist eine sehr freiheitsfreundliche Strategie, die den permanenten, opferreichen Primär-Kampf zwischen Angreifern und Verteidigern ersetzt. Man verlagert den Kampf und entschärft den Angriff, und ermöglicht damit die interne Stärkung der Abwehr im Sinne eines biologischen Lernprozesses. Ich sehe darin nichts Anmassendes, Künstliches.

Warum soll man den auch von der Natur benützten Lernprozess des Überlebens gegen Angreifer nicht nachahmen und mit «ein bisschen Angriff» jene Verteidigung aktivieren und verstärken, die einem brutalen Vollangriff in vielen Fällen nicht gewachsen wären. Auch die von aussen kommende Einpflanzung von Abwehrkräften in einen Organismus ist nicht grundsätzlich falsch. Es gilt allerdings sorgfältig abzuwägen, ob die Gesamtbilanz stimmt. Ich gebe zu, dass es auch beim Impfen möglicherweise Effekte gibt, die zwar im Einzelfall gut gemeint sind, aber insgesamt das Gegenteil bewirken. Impfen ist ein Eingriff in die Natur, aber ein Eingriff, der natürliche Prozesse lernend kopiert.

Nicht nur die Medizin, die ganze Technologie beruht auf einem lernenden Umgang mit der Natur. Das darwinistische «survival of the fittest» wird nicht sabotiert, wenn man Methoden anwendet, die zusätzliche Individuen abwehrfit machen und die ohne Impfung eben gestorben wären. Gibt es nicht eine «Kultur des Fit-Machens», die nicht nur im biologischen Überlebensprozess sinnvoll ist? Die Impfungen gegen Pocken, Kinderlähmung und Tuberkulose sind aus meiner Sicht eine Erfolgsgeschichte gemeinsamer wissenschaftlich- empirischer Lernprozesse im Umgang mit lebensgefährlichen Erregern, und sie haben insgesamt viel Leiden und vorzeitiges Sterben weltweit verhindert.

Ich finde im Gegenteil, man sollte die Philosophie des Impfens, durch die gezielte Provokation von interner Abwehr auch auf gefährliche und bedrohliche politische Ideen ausdehnen. Wie wär’s mit einer Impfung gegen Sozialismus, gegen Totalitarismus? Ich weiss, wie gefährlich biologistische Vergleiche in der Politik sind. Aber warum soll man nicht Prozesse, die sich in der Natur brutal abspielen unter Menschen in individuellen Experimenten kultivierend nachahmen, wie das beim Impfen geschieht?

Quelle: https://frankjordanblog.wordpress.com/2020/11/21/impfen-ist-nichts-schlechtes/

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